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„Wir treffen uns am Samstag, den 20. Juni um 09:30 Uhr in Gierenderhöhe vor dem Restaurant Remo`s zu einer Bustour. Die Rückkehr wird gegen 19:30 Uhr sein.“
Diese Informationen hatte uns der Organisator der Überraschungstour, unser „Präsi“ Reiner Runkel, noch gegeben. Mehr aber auch nicht.
So war es dann auch nicht verwunderlich, dass bei dem kleinen Preisrätsel, für das Reiner am Morgen jedem einen Zettel in die Hand drückte, auf dem die drei vorgesehenen Zielorte der Tour einzutragen waren, niemand eine wirkliche Vorstellung davon hatte, wo es denn nun tatsächlich hingehen könnte. Allgemeine Antworten, wie „Schifffahrt“ „Besichtigung“, „Busfahrt“ „Wandern“ „Essen“, „Trinken“, Skatspielen“ usw. ließ Reiner natürlich nicht gelten. Lediglich Ute und Horst lagen am Ende mit jeweils einem Tipp richtig und durften sich auf Freigetränke beim Ausklang der Tagestour freuen.
Die Aussage des Busfahrers kurz nach Fahrtantritt, dass es zunächst nach Winterberg zur Skisprungschanze, Bob- und Sommerrodel gehen würde, stellte sich schnell als Falschmeldung heraus, denn er lenkte sein Fahrzeug, vorbei am Biggesee, in Richtung des im südlichen Sauerland gelegenen Attendorn. Damit war dann auch für die meisten klar, dass das erste Ziel der Tour die Atta-Höhle, eine der größten und schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands, sein würde. Unter kundiger Führung ging es also durch die 1907 entdeckte, zu jeder Jahreszeit 9°C kühle Höhle, mit all ihren schönen Stalaktiten, Stalagmiten, Stalagnaten und Sinterfahnen(„Gardinen“).
Kaum wieder an der Erdoberfläche angelangt, ging es auch schon zurück zum Bus, der uns zum zweiten Tagesziel, der Schiffsanlegestelle in Sondern am Biggesee brachte. Mit der MS „Bigge“ fuhren wir zu einer zweistündigen Rundfahrt hinaus auf den knapp 9 km² großen Stausee, der Mitte des vorigen Jahrhunderts zur Regulierung von Bigge, Lenne und Ruhr sowie der Wasserversorgung des Ruhrgebiets angelegt wurde. An Bord des Ausflugsdampfers, der auf seiner Route noch an weiteren Anlegestellen Passagiere aufnahm, gab es Gelegenheit Hunger und Durst zu stillen und den Blick über das klare Wasser und das Naturschutzgebiet mit den Brutplätzen der Kormorane und Reiher schweifen zu lassen.
Als letztes Ziel der Tour hatte unser Vorsitzender sich die Stadt Freudenberg im Siegerland ausgesucht, denn hier fand an diesem Wochenende im örtlichen Technikmuseum ein Schmiedefest statt. Nicht nur Reiner, selbst gelernter Schied, hatte sichtlich Freude an dem, was dort an Esse und Amboss geboten wurde. Neben den Vorführungen der Schmiedekunst fanden auch die Ausstellungsstücke des kleinen Museums durchaus Beachtung.
Um 18:00 Uhr sammelte uns der Busfahrer wieder ein und brachte uns sicher zurück in den Westerwald, wo wir gegen 19:15 Uhr am Ausgangspunkt eintrafen. Hier hatten wir im Remo`s reserviert, um den, wie einhellig bekundet wurde, wirklich gelungenen Ausflugstag in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. Bevor das Essen kam, gab es dann auch noch reichlich Zeit, sich über den Tag und andere nette Themen zu unterhalten.
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